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Deutsche Bibliothek - ISSN 1616-1831
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01.06.2000

Technische Analyse, Chartanalyse, Charttechnik von Aktien und Indices

In dieser Ausgabe werden folgende Werte untersucht:

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Loewe

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www.taprofessional.de, Do, 01.06.2000, ld.
Die Jahresendrally hat Loewe mit fast 200 Prozent plus recht gut mitgemacht. Auch danach läuft die Aktie weiter im Trend von NEMAX und DAX und korrigiert. Aber ab Mitte April löst sie sich von der Gesamtmarkttendenz und fällt mit Outperformance auf. Die leichte Unterstützung im Bereich von 22 bis 25 wird nicht mehr unterschritten, Loewe dreht deutlich gen Norden ab.

Chart: Loewe
Die Preiskurve der fundamental günstig erscheinenden Aktie bestätigt damit eine bislang nur versuchsweise konstruierbare untere Aufwärtstrendlinie und beweist relative Stärke.
Während der letzten Mai-Wochen ist eine sehr kleine Trading Range zwischen 30 und 32 Euro zu sehen. Wenn Loewe 32 Euro überschreitet ist das nächste kurzfristige Ziel das März-Top knapp über 36.

Loewe macht insgesamt einen guten Eindruck. Wer auf Nummer sicher gehen will, könnte einen Stopp aktuell bei etwa 26 bis 27 Euro legen.

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Heyde

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Heyde hat sich in der typischen Rally von Oktober bis März mit fast 400 Prozent Anstieg doppelt so gut entwickelt wie die Loewe. Besonders die starken Gewinne im Februar fallen auf. Vorher konsolidierte Heyde nach Verdopplung konträr zum Gesamtmarkt im Dezember bis Januar - späte Auswirkung des Top-Widerstands von Januar 1999.

Chart: Heyde
Obwohl sich die Gewinnphasen eigentlich nur auf die Jahresendrallys beschränkten, gehört Heyde zu den sehr starken Aktien des Neuen Markts - seit Börsenstart im Spätsommer 1998 hat sie sich ver20facht.

Wenn sich die saisonalen Zyklen am Neuen Markt dieses Jahr wiederholen, ist jetzt noch nicht mit einem Ende der seit März laufenden Korrektur zu rechnen. Aber Heyde ist nicht weit entfernt von einem Kaufsignal : im kurzfristigen Bereich hat sich zum Jahresanfang bei 170-180 eine Unterstützung gezeigt. Eine Überschreitung der nun als Widerstand geltenden Zone liefert ein spekulatives Kaufsignal.
Als Stopp bietet sich das Niveau des letzten Tiefs im April an.

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Met@box

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Met@box zeigt ein dem Heyde-Verlauf ganz ähnliches Verhalten. Die Jahresendrally wird unterbrochen als ein früherer Orientierungspunkt erreicht ist : auf dem Niveau der ersten Kurse der Aktie wird die steile Kurve für Wochen zurückgeworfen.

Chart: Met@box
Die Korrektur endet im April charttechnisch erstklassig im massiven Unterstützungsbereich unter 30 Euro. Als wenn die Aktie etwas nachzuholen hätte, schiesst sie im April weiter aufwärts. Im Gesamtmarkt war der Aufwärtstrend zu dieser Zeit schon beendet.
Und auch in den vergangenen Wochen hält sich Met@box sehr gut. Die Kurve läuft nur seitwärts in einer Range von 63 bis 80 Euro. Unabhängig vom NEMAX ist Met@box damit immer noch neutral bis positiv. Das Niveau für Stopps liegt ganz klar etwas unter der Range - zum Beispiel 59 bis 60 Euro.

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Exodus Communications Inc.

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Zu Beginn des Jahres wurde Exodus in der
TA professional Online-Ausgabe Nr.6 vom 10.01.2000 technisch analysiert. Das derzeit ausgestellte gute Rating bewahrheitete sich in den folgenden Monaten mit einer weiteren Verdopplung auf 182 im High.

Der im Januar angelegte Trendkanal kann aufrecht erhalten werden. Tatsächlich orientierte sich Exodus noch bis zum NASDAQ-Top im März an der im September 1999 in einen Widerstand wechselnden unteren Aufwärtstrendlinie (blau-rot).

Chart: Exodus Communications Inc.
Der seit Oktober nur auf einer tieferen Ebene fortgesetzte Aufwärtstrend war etwas steiler als die bisherige Entwicklung. Wer wie empfohlen mit einem ständig nachgezogenen Stopp gearbeitet hat, dürfte bei Exodus einen guten Ausstieg erwischt haben - der Trendbruch war spätestens im April mehr als deutlich.

Die laufende Korrektur ist mit Abstand die stärkste seit 1,5 Jahren und nur vergleichbar mit dem Einbruch im 3.Quartal 1998. Nach fast 10.000 Prozent Anstieg (siehe TOLERANZ unten links im Chart) musste die Rally irgendwann stoppen.

Letzte Woche hat Exodus mit dem Break der langfristigen 200 Tage Durchschnittslinie und der leichten Unterstützung bei ca. 90 Euro ein weiteres Verkaufsignal generiert. Vom Top 182 beträgt der Verlust bis Freitag letzter Woche 62 Prozent.
Richtig unterstützt ist Exodus aber erst ab 40 Euro. Dort fände die Kurve Exodus ein gutes Fundament für einen Richtungswechsel.

Momentan ziehen einige Werte an der NASDAQ wieder an. Bei Exodus könnte ein Pull Back bis zurück an den 90er Widerstand führen, ohne dass sich die Charttechnik massgeblich verbessert. Eine richtige Trendwende benötigt nach Verlusten in dieser Größenordnung sicher einige Wochen (siehe zum Beispiel September-Oktober 1998).
Ruhe bewahren. Das Risiko, bei einem frühen Einstieg jetzt nur eine Bear-Market-Rally zu erwischen, ist hoch.

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InfoSpace Inc.

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Auch InfoSpace hatten wir an dieser Stelle in der Online-Ausgabe Nr.6 vom 10.01.2000. Der sehr enge und steile Trendkanal wurde bis zum NASDAQ-Top im März weitergeführt. Auch hier war die Anwendung eines Stopps einfach notwendig. Es ist anders nicht möglich, den Ausstieg zu finden. Wer wie empfohlen permanent ein Stopp-Loss-Limit mit guten 20 Prozent Toleranz nachgezogen hat, wurde bei etwa 105-110 Mitte März ausgestoppt. Seit der letzten Besprechung im Januar wären das nochmals 100 Prozent Gewinn. Ich finde, ein sehr gutes Ergebnis.

Chart: InfoSpace Inc.
Da der Trendkanal sehr eng und exakt war, lieferte InfoSpace auch unabhängig vom Stopp-Loss charttechnisch frühzeitig Verkaufsignale. Mit 64 Prozent Verlust Seit Top März liegt InfoSpace im Mittelfeld der Internet-Aktien.

Die Konsolidierung seit April in der Range 53 bis 70 Euro war ein guter Ansatz für eine Trendwende. Leider fällt InfoSpace Ende letzter Woche durch und auch unter die langfristige gleitende 200-Tage Durchschnittslinie. Negativ.

Wie in der Januar-Analyse geschrieben, ist das Problem bei den High-Performance-Aktien, dass sie auf dem Weg nach oben nahezu keine Orientierungspunkte markieren, die im Rückwärtsgang als Unterstützungen dienen könnten. Die nächsttiefere Unterstützung bei InfoSpace liegt so erst bei 16,5 Euro.

Insofern muss man m.E. vor einem Neueinstieg den Abschluss einer längeren Konsolidierungs- oder Umkehrformation abwarten. Momentan könnte InfoSpace ein frühes, spekulatives Kaufsignal liefern, wenn die Kurve über 80 anziehen würde. Das mag einigen Lesern zu spät sein, aber es grenzt Risiken ein.
Konsolidierungsformationen wie die seit April teilen oft Swings auf der Hälfte des Weges - charttechnisch wäre es durchaus normal, dass InfoSpace in die Nähe der nächsttieferen Unterstützung zurückfällt.


Gruß und Erfolg, Lutz Düvel
01.06.2000
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